Enttäuschte Gesichter nach Testspielniederlage – Handball Nationalmannschaft

Zum ersten Mal seit 2007 fanden wieder hochkarätige Handballspiele in der Olympiahalle statt.
Beide deutschen Mannschaften hatten keine leichten Gegner: Die Damen mussten gegen Polen ran, die Herren sahen sich Norwegen gegenüber. Die zahlreichen Fans konnten also Handballspiele auf höchstem Niveau erwarten.

Ein Bericht von Marco Walter

Deutschland gegen Norwegen – die Herren müssen ran

Kaum waren die Frauen in den Kabinen verschwunden, wärmten sich die Herren Mannschaften aus Deutschland und Norwegen auf. Kaum zu glauben, aber die Halle füllte sich noch mehr, bis letztendlich rund 9700 Zuschauer das Spiel vor Ort verfolgten.

Die Ausgangssituation: Auch hier konnten die Fans ein spannendes Spiel erwarten – Norwegen als amtierender Vizeweltmeister gegen die deutschen „Bad-Boys“. Besonders für Norwegen war dieses Spiel ein wichtiges Testspiel, denn sie müssen sich noch in den nächsten Wochen für die Handball Weltmeisterschaft 2019, die in und Deutschland und Dänemark stattfindet, qualifizieren. Deutschland ist bereits qualifiziert.

Die erste Halbzeit

Beide Mannschaften sind gut in eine packende erste Halbzeit gestartet. Man könnte fast von einem fulminanten Start sprechen: Nach vier Minuten schon jeweils eine gelbe Karte und ein 4:4 Spielstand. Die Nationalteams spielten strak auf, das Tempo war sehr hoch, viel lief über Tempogegenstöße. Das Spiel war sehr ausgeglichen und Deutschland schaffte es nicht, über eine 1- Tor- Führung hinauszugehen, Norwegen blieb immer nah dran. Auch hier zeichnete sich ein knappes Spiel ab. Zeitweise war Norwegen die bessere Mannschaft und konnte mit zwei Toren in Führung gehen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit holte Deutschland wieder auf einen 15:15 Halbzeitstand auf.

Zweite Halbzeit

Mit einer weiterhin großartigen Stimmung der Fans starteten beide Teams nun in die zweite Hälfte. Deutschland kam nicht ganz so gut ins Spiel, sie wirkten teils unkonzentriert und die letzte Konsequenz im Angriff fehlte. So stand es nach 40 Minuten 18:22. Die deutsche Mannschaft schaffte es nicht die erspielten Chancen zu nutzen und die sehr gute norwegische Abwehr zu knacken. So konnten die Norweger ihre Führung auf 19:25 ausbauen. Großen Anteil daran hatte vor allem auch der Torwart der Norweger. Trotz des Rückstandes hörten die Fans nicht auf, Stimmung zu machen, sie gaben sogar noch mehr Gas und versuchten so, die deutsche Mannschaft zu unterstützen. Das hatte Wirkung: Die Deutschen fanden wieder zu ihrer Stärke und spielten besser. Trotzdem dann der Endstand: Norwegen gewann mit 30:25 gegen eine sichtlich enttäuschte deutsche Nationalmannschaft. Dabei handelt es sich um eine vergleichsweise hohe Niederlage für die Deutschen. Gründe sind hierfür sicherlich die lange und anstrengende Handball-Saison und daher auch die fehlende Trainingszeit des deutschen Teams. Für die Deutschen geht es nun weiter nach Japan ins Trainingslager und die Norweger versuchen sich für die WM zu qualifizieren.

Trotz der Niederlage im zweiten Spiel war es ein großartiges Doppel-Länderspiel und München hat sehr gut bewiesen, dass ihnen Handball Spaß macht. Das ist die beste Voraussetzung für die WM-Spiele im Januar 2019.

Fotos von Steffen Eirich

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