Zittersieg der DHB Frauen in München – GERPOL – Handball Nationalmanschaft

Zum ersten Mal seit 2007 fanden wieder hochkarätige Handballspiele in der Olympiahalle statt.
Beide deutschen Mannschaften hatten keine leichten Gegner. Die Damen mussten gegen Polen ran, die Herren hatten Norwegen als Gegner. Die zahlreichen Fans konnten also Handballspiele auf höchstem Niveau erwarten.

Ein Bericht von Marco Walter

Deutschland – Polen, die erste Halbzeit

Vor großartiger Kulisse und für den Damenhandball (leider) ungewöhnlich vielen Zuschauern bestritten die beiden Mannschaften ihr letztes Spiel vor der wohlverdienten Sommerpause.
Die rund 7000 Zuschauerinnen und Zuschauer konnten es kaum erwarten, bis das Spiel endlich begann.
Die Anfangsphase war sehr ausgeglichen, beide Teams kamen schnell ins Spiel und erspielten sich sehr gute Chancen, die meist auch mit Torerfolgen endeten.
Besonders Anna Loerper, die ihr letztes Spiel für das DHB Frauenteam bestritt, konnte in der Anfangsphase durch ihre Tore und ihre Übersicht im Spiel überzeugen. Auch die deutsche Torfrau Dinah Eckerle glänzte mit starken Paraden und war ein wichtiger Faktor im deutschen Spiel – besonders in Phasen, wo die letzte Konsequenz bei den Angriffen der Deutschen Frauen fehlte. In der Schlussphase der ersten 30 Minuten wurde Deutschland wieder stärker und ging mit einem 15:14 in die Halbzeitpause.

Zweite Halbzeit

Beide Mannschaften starteten gut in die zweite Halbzeit und das Spiel war zunächst sehr ausgeglichen. Kurze Zeit später geht Polen in Führung, Deutschland gleicht aus, Polen geht wieder in Führung. Die Zuschauer machten über das ganze Spiel hinweg eine großartige Stimmung, was die deutschen Frauen sicherlich nochmal pushte, den intensiven Tempohandball durchzuhalten. Auch in der Schlussphase war es stets ein sehr knappes Spiel. In der 57. Minute gelang es den DHB-Frauen zum ersten Mal seit langem wieder in Führung zu gehen.
Eine tolle Geste konnten die Zuschauer in der 59. Minute konnten die Zuschauer erleben: Henk Groener, Trainer der Deutschen nahm noch eine Auszeit, um Anna Loerper gebührend zu Verabschieden. Für Anna und die beiden Mannschaften gab es in der letzten Minute Standing Ovations und die Zuschauer feierten den sehr knappen 30:29 Sieg der deutschen Handball Damen über Polen.

Beide Trainer waren sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung und vor allem von dem grandiosen Publikum begeistert. „Wenn man als Trainer merkt, dass die Spieler einen akustisch nicht verstehen, dann ist das ein gutes Zeichen!“, so der deutsche Trainer.

Nach dem Spiel nutzte man die Gelegenheit, sieben Damen, unter ihnen auch Anna Loerper aus der Nationalmannschaft zu Verabschieden – emotionale Momente nach einem packenden Handball Kracher vor der Sommerpause in der Olympiahalle.

Bilder von Steffen Eirich

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