Live beim Basketball – Ist das was für mich?

Tip-off Benjamin LISCHKA (GIE13) gegen Devin BOOKER (FCBB31)

Basketball – schonmal gehört, im Schulsport und mit Freunden gespielt, aber noch nie gesehen wie es richtig gespielt wird. So ging es mir noch im Frühjahr.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einer Handballmannschaft, mit der ich nach dem Beginn meines Studiums in München mitfiebern konnte. Vergebens… Handball, so scheint es mir, findet man in der Münchner Umgebung so häufig wie Metzgereien, die „Fleischkäse“ auf ihren Preisschildern stehen haben. Also musste eine Alternative her, die mindestens genauso spannend ist. Und nein, für einen Handballer ist dies nicht Fußball. 3-4 Tore im Schnitt reichen nicht, 50-60 da fängt es an Spaß zu machen! Da kam es mir wieder, Basketball. 70-90 Körbe werden je Basketball-Spiel von beiden Teams zusammen geworfen! Sogar eine Zeitbeschränkung auf für die Dauer eines Angriffs gibt es dort. Das ist perfekt und wäre mir sogar beim Handball recht, um noch mehr Tempo ins Spiel zu bringen.

Langweilig kann Basketball eigentlich nicht sein. In Deutschland ist es vielleicht ein bisschen eine Nischensportart, aber in Amerika zum Beispiel geht’s da richtig ab. Abertausende Zuschauer, Gehälter, die man sich nicht vorstellen kann – die Topverdiener beim FC Bayern München: Neuer, Müller und Lewandowski wären mit ihrem Jahresgehalt von 15 Millionen Euro gerade einmal auf Platz 65 in der Gehaltsliste der NBA-Spieler.

Es sprach eigentlich alles dafür diese deutsche Nische einmal zu erkunden.

Gesagt getan, ein paar Wochen später fand ich mich mit meiner Kamera am Spielfeldrand im Audi Dome. Die Saison war schon sehr weit vorangeschritten (Berichte hierzu gab es auf JOIN), der FC Bayern München Basketball auf Tabellenplatz eins – Spitzenbasketball direkt vor meinen Augen. Feuerbälle. Licht. Musik. Schon beim Einlaufen der Spieler war, wie man es beispielsweise von Handballspielen kennt, eine perfekte Show geboten. Da ich, wie auch die meisten anderen schon einmal selbst ein wenig Basketball gespielt hatte, waren die Grundprinzipien des Spiels klar. Das Runde muss in’s Runde und dafür gibt’s einen, zwei oder drei Punkte. Beim Zuschauen reicht das auch auf jeden Fall für die ersten Spiele, die man live sieht. Den Rest lernt man von Spiel zu Spiel, man erkennt zunehmend, ab wann es Strafwürfe gibt, welche Würfe besonders cool aussehen, welche Spieler das Spiel aufbauen, … Klar versteht man am Anfang nicht alles und mit einem Blick auf die vielen Zahlen der Statistik-Tafel scheint es, als verpasse man das komplette Spiel. So ist es aber nicht, es reicht die Zeituhr im Augenwinkel zu sehen und die Spieler zu beobachten.

Warum solltet ihr jetzt auch mal ein Spiel anschauen? Kurz und knapp: Man kann ja nicht viel falsch machen. Dadurch, dass Basketball in Deutschland eben eine Nischensportart ist, sind die Ticketpreise absolut erschwinglich und die Atmosphäre in der Halle ist familiär. Sogar die Spieler leben dieses familiäre Verhältnis zu ihren Fans und nehmen sich nach jedem Spiel Zeit für Fragen, Autogramme und Fotos – einmalig.

Falls du das hier jetzt ließt und sogar wie ich selbst Student bist, dann gibt es beim FCB Basketball sogar noch ein Extra-Schmankerl. Unter dem Motto „Audi Dome statt Audimax“ ist ein kompletter Block im Audi Dome für Studenten reserviert. Tickets hierfür kosten lediglich 10 Euro.

Das nächste Heimspiel des FC Bayern Basketballfindet am 6.12.2018 statt und ist ein Euroleague Spiel gegen Khimki Moskau. Für die Nicht-Münchner unter den JOIN-Lesern gibt es noch vier weitere bayerische Teams in der ersten Bundesliga: Bamberg, Ulm/Neu Ulm, Bayreuth und Würzburg. Schaut doch mal dort vorbei und lernt eine spannende Sportart neu kennen.

 

Mir gefällt es im Audi Dome und ihr dürft auf jeden Fall mit weiteren Spielberichten und Bildergalerien auf JOIN rechnen.

Hier noch ein paar Impressionen vom letzten Heimspiel der Bayern gegen Gießen:

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